Regelmässige Wartung für maximale Lebensdauer von Chassis und Kabinen

28. März 2023

Beitrag aus: VTK Magazin, 03/2023

Zum e-Paper vom VTK Magazin mit dem Original Artikel: www.vtk-uct.ch

Text: Damian Bumann (VTK), Bilder: Calag Carrosserie Langenthal AG

Die Instandhaltung ist ein bedeutendes Element der Werterhaltung. Dies gilt auch für Seilbahnkabinen und für Standseilbahnwagen. Calag Gangloff steht den Seilbahnbetreibern dabei tatkräftig mit Rat und Tat zur Seite.

Die Calag Carrosserie Langenthal AG ist ein traditionsreiches Unternehmen, welches sich in seiner langjährigen Geschichte stetig weiterentwickelt hat. Was vor über 130 Jahren in einer einfachen Wagnerwerkstatt begann, hat sich zu einem stattlichen Unternehmen mit vielfältigen Tätigkeitsgebieten im Bereich Fahrzeug- und Kabinenbau, Carrosserie, Reparatur und Service, Lackierung und Beschriftung weiterentwickelt. Im April 2018 übernahm Calag die Aktivitäten von Gangloff Cabins in den Bereichen Unterhalt und Neubau von Kabinen für Pendelbahnen, Wagen für Standseilbahnen sowie Spezialkabinen und führt diese Dienstleistungen als Calag Gangloff Kabinenbau fort. In dieser Tätigkeit übernimmt Calag Gangloff auch den Unterhalt sämtlicher existierenden Gangloff Kabinen, welche weltweit im Einsatz sind.

Auf der ganzen Welt zuhause

Ab 1929 wurden bei Gangloff Wagen für Standseilbahnen hergestellt. Bei diesem Bahnsystem stehen Weltweit grösstenteils Gangloff-Fahrzeuge im Einsatz. Gegen 200 Fahrzeuge für Standseil- und Zahnradbahnen verliessen die Gangloff-Werkstätten bis zum heutigen Zeitpunkt – der grössere Teil davon ist nach wie vor im Einsatz. Von den ersten Wagen für die neuen, schnellfahrenden Tunnelbahnen in Zermatt oder Saas-Fee bis zu den weltberühmten Wagen des Hongkong Peak Trams oder den 400-Personenzügen im Ocean Park in Hongkong. Alle Wagen wurden mit kundenspezifischem Design und Ausstattung bei Gangloff entwickelt, konstruiert und hergestellt. Karosserie-Leichtbau ist für Standseilbahnwagen ein wichtiges Thema. Hierfür ist die Calag Carrosserie Langenthal AG mit ihren ex-Gangloff-Mitarbeitern und ihrer hochmodernen Infrastruktur der richtige Ansprechpartner für alle Wünsche in der Welt der Standseil- und Zahnradbahnen. Viele der existierenden Gangloff Wagen nähern sich allmählich dem Ende ihrer Laufzeit. Die Experten von Calag Gangloff stehen den Betreibern dabei beratend zur Seite und zeigen auf, wo eine Sanierung Sinn macht und wann ein Ersatz der Anlagen nötig wird. Wichtig dabei ist, das Thema frühzeitig anzugehen, solange noch genügend Substanz für eine Sanierung vorhanden ist.

Regelmässige Instandhaltung ermöglicht eine bessere Anlagenplanung

Domenico Condello ist bei Calag Gangloff zuständig für den Unterhalt von Kabinen- und Standseilbahnwagenbau. Gemeinsam mit Heinz Arn pflegt er die Kundenkontakte und berät Seilbahnbetreiber betreffend Wartung- und Unterhaltsarbeiten. Bei ihren Besuchen bei den Seilbahnbetreibern überprüfen sie den Zustand der Kabinen und Standseilbahnwagen. Sie kontrollieren die Fahrzeuge bezüglich Korrosionsschäden, am Unter- sowie Aufbau. Aber auch die Fahrwerkträger, Aussenhaut, Türantriebe sowie alle dazugehörenden Innenausstattungen wie Beleuchtung, Glas, Sound- und Bildübertragungsgeräte. Im Gespräch mit den Seilbahnbetreibern geht es oft darum, welche Unterhaltsarbeiten nötig werden. Grösster Feind der Wagen sind dabei Korrosionsschäden, die besonders durch Streusalz, das von den Passagieren in die Fahrzeuge getragen wird, gefördert werden. Der Anruf zur Inspektion kommt aber teilweise zu spät und eine Instandstellung ist nur noch mit grossem Aufwand möglich. Kosten, welche durch regelmässige Kontrollen und frühzeitige Wartungseingriffe hätte verhindert werden können.

 

 

 

 

 

 

 

Seilbahnelemente müssen gesetzlich im 6-Jahresintervall inspiziert und gemäss BAV unterhalten werden. Dies gilt jedoch grundsätzlich nicht für die Kabine und das Chassis. Dabei ist es im Interesse des Betreibers, jeweils auch die Kabine von Fachleuten kontrollieren zu lassen, um Schäden frühzeitig zu erkennen. Die Experten von Calag Gangloff empfehlen daher, die Kontrolle der Kabine ebenfalls in den vorgeschriebenen Revisionsintervallen vornehmen zu lassen, um allfällige Wartungsarbeiten frühzeitig planen und wenn nötig zeitgleich mit den Arbeiten an der Seilbahn ausführen zu können.

Für die Revisionen bietet Calag Gangloff ein erfahrenes Team, welches vor Ort die Schäden an den Fahrzeugen fachmännisch behebt. Oft wird von den Spezialisten das Unterhaltsteam der Bahnbetreiber entsprechend instruiert, welches die Arbeiten dann selbstständig ausführen kann. Durch regelmässige Sanierungsarbeiten kann so die Lebensdauer der Fahrzeuge verlängert werden, was wiederum ganz im Interesse der Betreiber liegt.

Frühzeitige Planung von Reparatur und Ersatz

Eine Sanierung der bestehenden Wagen kann sich gegenüber einem Neubau für den Bahnbetreiber durchaus rechnen. Denn muss ein Fahrzeug einmal ersetzt werden, gelten für die neue Kabine die heutigen Bestimmungen bezüglich Materialien. Diese sind wesentlich strenger und haben oftmals ein grösseres Gewicht zur Folge, was wiederum stärkere Antriebe erfordert. Hat die Strecke oder die Stationen zu wenig Platz für grössere Wagen, muss ggf. das Personenangebot reduziert werden. Bei einer Sanierung hingegen wird auf Basis der alten Kabine aufgebaut und somit dürfen die Gewichte, Abmessungen und Kapazitäten beibehalten werden. Um die Option einer Sanierung zu ermöglichen, empfiehlt sich frühzeitig mit dem Kundendienst der Calag Gangloff in Kontakt zu stehen.

Generationswechsel im Kundendienst bei Calag Gangloff

Heinz Arn ist nun im wohlverdienten Ruhestand, unterstützt das Calag Team aber weiterhin im Hintergrund mit seinem Fachwissen bei Revisionsthemen. Mit Domenico Condello hat Calag einen würdigen Nachfolger, der bereits bei Gangloff die Ausbildung absolvierte und seither viel Erfahrung und Knowhow im Kabinengeschäft mitbringt. Mit dabei ist ein Team, welches ihn fachmännisch in Sachen Engineering, Design, Beschriftung, Lackierung sowie im Verkauf unterstützt. Calag Gangloff steht ihren Kunden für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Beitrag aus: VTK Magazin, 03/2023

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